3. Nürnberger Tiergartenlauf – tierisches Laufvergnügen

Der Nürnberger Tiergartenlauf ist bereits zu einer kleinen Tradition für mich geworden. Dieses Jahr habe ich nur die kleine Strecke bewältigt. Anstatt den 3 Runden über 10 km, war ich durch mangelndes Training froh darüber nach 2 Runden mit 6,6 km auf die Zielgeraden einzubiegen.

Wie auch in den vergangenen Jahren war der Tiergartenlauf ein Höhepunkt in meinen Laufjahr. Die Strecke, die Organisation und die vielen lieben Helfer machten den Lauf wieder zu einen Ereignis. Ganz zu schweigen von der tollen Stimmung am Streckenrand. Menschliche, wie auch nicht menschliche Zuschauer trugen uns ein gutes Stück über die Strecke. Ich musste ganz schön Zickzack laufen um die ganzen Kids abzuklatschen (Immer mit einen schnellen Schulterblick, damit ich keinen anderen Läufer umrannte.) und ich glaube der Kronenkranich wurde spätestens auf der 2. Runde ein persönlicher Fan.

Ein Highlight des Laufes war auch der #Twitterlauftreff. Der Tiergartenlauf mutierte unter anderen zu einen jährlichen „Klassentreffen“ von vielen Läufern, die sich auf Twitter gesucht und gefunden hatten. Es ist immer wieder schön zu den Twitternamen Gesichter zu verbinden und auch persönliche Gespräche im realen Umfeld zu führen.

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Nach dem Lauf eine neue Freundin getroffen. Ilse dürfte mit nach Erfurt kommen. – Vielen Dank an @SonstHarmlos für das Foto!

Pünktlich um 19 Uhr fiel der Startschuss. Ohne Schuss natürlich, aus Rücksicht auf die tierischen Anwohner. Los ging es am Giraffenhaus vorbei und unter den neugierigen Augen der Paviane entlang. Spätestens am See hatte sich das Feld soweit auseinander gezogen, dass ich gemütlich die Pelikane und Flamingos beobachten konnte. Ein entzückter Quicker über die plüschigen Gänsekücken konnte ich noch unterdrücken. Ich wollte meine Läuferkollegen nicht gleich beim ersten Kilometer verunsichern.

Flauschiger wurde es auf der Strecke dann leider nicht mehr, denn jetzt ging es aufwärts. Ich lief so weit es ging, marschiert dann aber die stärkeren Anstiege hinauf. Kein Grund die Kräfte zu verpulvern, wenn man nur minimal schneller hoch gelaufen wäre. Und ein paar fiese Anstiege gab es.

Kurz und knackig ging es einmal hoch, nur um dann zwischen zwei großen Wasserbecken runter zu rollen. Ein Eisbär begrüßte uns dort. Diesmal wenigstens bei vollen Bewusstsein. (Beim ersten Tiergartenlauf hatte der durch alle drei Runden geschlafen.) Anders bei den Mähnenwölfen. Sehen konnte man leider keinen, aber ihr Geruch versuchte ihre Abwesenheit auszugleichen.

Der Streckensupport war wieder riesig. Nicht nur von den vielen Helfern, sondern auch von den Zuschauern, die sich an verschiedenen Stellen aufgebaut hatten und auch ihnen unbekannte Läufer anfeuerten. Ruhige Abschnitte gab es auch. Abseits von Publikum und Tieren fand man sich auch plötzlich im Wald wieder. Was vom Klima her sehr angenehm war, da es an dem Tag sommerlich heiß war.

Nach all den Anstiegen geht es natürlich auch endlich wieder bergab. Anstatt es locker rollen zu lassen, bekam ich auf dem dritten Kilometer Seitenstechen. Also erst mal Geschwindigkeit raus und gezielt in die rechte Seite atmen. Ich kämpfte mich bis zum Verpflegungsstand, auf den ich mich schon seit dem Start gefreut hatte. (Es war sehr heiß an dem Tag und ich hab bestimmt bis zum Nachmittag des nächsten Tages gebraucht um wieder ausreichend hydriert zu sein.) Dankbar nahm ich mein Becher entgegen und ging die nächsten Meter bis das Wasser alle war. Als ich wieder anlief hatte sich mein Seidenstechen auch wieder beruhigt und als ich in die zweite Runde einbog war er schon so gut wie vergessen.

Für die nächsten 3,3 Kilometer brauchte ich nochmal alle meine Kräfte. In Kameras grinsen, Kiddies abklatschen, mich bei den vielen Helfern und Jubelnden für die Unterstützung bedanken… Alles wichtige Dinge, die ich nicht missen möchte. Mein absolutes Highlight: eine Mädchengruppe, gekleidet im diesjährigen gelben Tiergartenlauf Shirt und ihr Medaillen vom Kinderlauf noch um den Hals, machten eine unglaubliche Stimmung auf der Strecke. Ihre Anfeuerrufe gaben mir noch einen kleinen Extraboost

Nichts desto trotz war ich mehr als erleichtert nach dieser Runde direkt rechts in den Zieleinlauf abbiegen zu können. Mit einen letzten Endspurt erreichte ich das Ziel und nahm meinen verdienten Löwen in Empfang.

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Ilse die Seekuh posiert mit meiner Medaille.

Ich weiß nicht ob es das letztes Jahr auch schon so gab, aber die Getränkestation im Zielbereich war ein Traum. In meinen Shirt war gefühlt mehr Flüssigkeit als in meinen Körper und die Apfelschorle, und etwas später das Wasser, taten ausgesprochen gut.

Den Rest der Twittercrew wieder zu finden war nicht schwer und es war sogar noch etwas Zeit für mich ein Eis am Kiosk zu holen bevor wir gemeinsam die Manatees besuchten. Für einige von uns steht das Mottotier für nächstes Jahr auch schon fest. #TeamSeekuh

Am nächsten Morgen musste ich schon früh wieder zurück nach Erfurt, aber nächstes Jahr sehe ich Nürnberg und den Tiergarten wieder. Mögen meine Finger schnell genug bei der Anmeldung sein.

2 Kommentare zu „3. Nürnberger Tiergartenlauf – tierisches Laufvergnügen

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  1. Liebe Rose,

    schön, dass Du nun schon drei Jahre die Treue hältst! Der Haubenkranich ist eine echte Schau, er führte sich schon damals beim Probelauf zum Festlegen der Laufstrecke so auf, dass wir alle dachten, er macht „la ola“. Schade, dass er nie als Mottotier vorgeschlagen wird 😉 Mal schauen, ob es Dein Favorit „Seekuh“ 2019 aufs Shirt schafft. Bis nächstes Jahr!

    Anette vom Orga-Team

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